


Abschlussbericht Island
Die Bildungsreise begann am Flughafen Berlin
Schönefeld. Wir waren fünf deutsche die sich für das Projekt
vom 24.08.08 04.09.08 entschieden hatten. Nach ca. 3 ½ Stunden
Flug sind wir herzlichst von unseren Projektleiterinnen in Empfang genommen
wurden. Am ersten Tag hatten wir ein Hotel in Keflavik wo wir die Stadt
und die ersten Blicke auf die schöne Insel genießen konnten.
Der darauf folgende Tag sollte uns und den anderen ankommenden Projektteilnehmer
aus Irland, Großbritannien, Zypern und der Slowakei zu unserer 6 Stunden
entfernten Unterkunft in der Nähe von Saudarkrokur bringen. Die sechs
Stunden Autofahrt wurden uns mit sehr vielen und schönen Sehenswürdigkeiten
und Einblicke in die atemberaubende Landschaft verschönert. Angekommen
und ins Bett gefallen sind wir am nächsten morgen nochmals alle begrüßt
worden und es wurde uns das Projekt vorgestellt für das wir die nächsten
Tage gearbeitet hatten. Das Projekt Torfhausbau nach altertümlicher
Bauweise. Wir erfuhren unter anderem wie Torf entstanden ist und für
was man es alles verwenden kann. Nach der Vorlesung besuchten wir ein Torfmuseum
und Torfkirchen um Einblicke in die Bauweise/Herstellungsweise der Gebäude
zu bekommen. Hierbei handeln es sich nicht nur um kleine Hütte sondern
um große Häuser mit bis zu 5 Zimmern und die dazu gehörigen
Ställe für die Schafe und Pferde. Den darauf folgenden Tag fuhren
wir zu unseren Arbeitsplatz wo uns genau erklärt wurde wie die Vorgehensweise
sei um die maroden Bauwerke, Torfhäuser die noch in den 70iger Jahren
bewohnt waren, wieder Instand zu setzen. Das interessante am Bau eines Torfhauses
ist mit wie wenig Materialeren (Torf, Steine, Torf, Holz und noch mehr Torf)
ein komplettes Haus errichtet werden kann. Dazu kommt noch das richtige
verarbeiten des Torfes, um den Häusern die gewisse Stabilität
zu gewährleisten. Die Stabilität kommt durch die verschiedensten
Torfstechmethoden, die von einem Fachmann im Detail genau erklärten
Schritten wurden für uns beschrieben. Wehrend der Vorführung musste
sich jeder an den Methoden beweisen und nachmachen, was für ungelernte
nicht einfach war. Am nächsten morgen bauten wir gemeinsam die maroden
und sehr zerfallenen Torfhäuser weiter auf. Wir legten Wände frei,
bauten auf, sammelten Steine und stachen Torf. Hin und wieder musste uns
der Bauherr verbessern, aber wir lernten schnell und es wurde immer besser.
Am Freitag fuhren wir durchs Land um die Insel ein wenig zu erkunden. Fasziniert
hat mich die geringe Flora und Fauna aber doch das vielfältige Landschaftsbild.
An den nächsten zwei Tage waren wir damit beschäftigt die Torfhäuser
so gut es geht wieder aufzubauen. Die meiste Zeit wurde für das Stechen,
packen und bauen benötigt, der andere Teil für das suchen und
graben. Leider schafften wir es nicht die Torhäuser fertig zu bauen,
aber mit zufriedenen Gesichtern und viel Wissen verließen wir die
Baustelle. Die nächsten Tage beschäftigten wir uns weiter mit
Torfbauten und deren Geschichte und schauten uns Ausgrabungsstellen an.
Am Dienstag fuhren wir Richtung Reykjavik um die Stadt etwas zu erkunden.
Wir sahen zum Beispiel den Botanischen Garten und das Landesmuseum. Zuvor
bekamen wir jeder ein Zertifikat für unsere Arbeit mit Torf ausgehändigt.
Es ist sehr interessant und Lehrreich, die Verschiedensten Länder und
der dazugehörigen Natur zu sehen was man mit wenigsten Mitteln und
Materialien erreichen kann.
Ich bedanke mich noch mal für eine so erfahrungsreiche Bildungsreise.
Jens Goßmann